Wann kann ich Umzugskosten bei der Steuererklärung absetzen?

Wir befinden uns mitten in der Weihnachtszeit und Geschenke werden fleißig eingekauft. Da freut man sich, wenn man an anderer Stelle etwas Geld einsparen kann. Diese Woche  zeigen wir Ihnen, wann Sie bei der Steuererklärung Ihre Ausgaben für den Umzug geltend machen können. Denn bei einem berufsbedingten Umzug können die Umzugskosten meist vollständig oder zumindest teilweise von der Steuer abgesetzt werden.

Wann gilt ein Umzug als berufsbedingt?

Ein Umzug aus beruflichen Gründen liegt dann vor, wenn die berufliche Tätigkeit Anlass des Umzuges ist. So zum Beispiel, wenn der Arbeitgeber umzieht und dadurch ein eigener Umzug notwendig wird. Gleichermaßen kann eine Versetzung durch den Arbeitgeber einen Wohnortwechsel veranlassen. Oder der Umzug dient überwiegend dem betrieblichen Interesse ihres Arbeitgebers. Das ist beispielsweise beim Einzug in eine Dienstwohnung der Fall, ebenso beim Auszug aus der Dienstwohnung.

Auch bei der Erstaufnahme einer beruflichen Tätigkeit beim neuen Arbeitgeber gilt der Umzug in der Regel als abzugsfähig sowie bei der Beendigung einer doppelten Haushaltsführung durch die Verlegung des eigenen Hausstandes. Muss man aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung aufgeben oder beziehen, können auch hier die entstandenen Umzugskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Die Entfernung zum Arbeitsplatz beachten…

Für wen die obigen Punkte nicht zutreffen, für den gibt es aber einen anderen interessanten Aspekt, den man durchaus bei der Wohnungssuche berücksichtigen kann. Ein Umzug gilt gleichermaßen als beruflich bedingt, wenn die Entfernung von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz deutlich verkürzt wird. Genauer gesagt: Hin- und Rückfahrt müssen insgesamt mindestens eine Stunde weniger dauern. Somit genügt schon der Umzug innerhalb eines Ortes, auch ohne Arbeitsplatzwechsel, um Umzugskosten absetzen zu können. Bei Ehepaaren reicht es übrigens aus, wenn bei einer Person der beiden die tägliche Hin- und Rückfahrt insgesamt wenigstens zeitweise eine Stunde verringert wird.

Falls einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft und der Arbeitgeber keinen steuerfreien Ersatz für den Umzug leistet – also keine Umzugskosten vergütet – können die beruflich bedingten Umzugskosten als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Welche Rechnungen und Beträge Ihres Umzuges steuerlich geltend gemacht werden können, erfahren Sie in einem unserer nächsten Blogbeiträge. Wiederkommen lohnt sich also!

 

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